Office und Workgroup Server unter Linux
Der von Dantotsu vertriebene Office und Workgroup Server unter Linux und auf Markenhardware von Fujitsu Siemens Computer läuft nun mit der SuSE Linux Version 9. Darüberhinaus testen wir die neue Samba Version 3, die einige neue Funktionen und Möglichkeiten bietet. In diesem Zusammenhang gibt es auch erste Tests, die die Performance von Samba 3 untersuchen. Einer davon, vom englischen IT Week Labs, haben wir geben wir hier in einer übersetzten Version wieder. Zu beachten ist, daß dies einer der ersten Tests ist und dieser natürlich nur die Geschwindigkeit mit einem bestimmten Testszenario untersucht hat. Bemerkenswert ist auf jeden Fall, daß Samba 3 im gleichen Test gegenüber Samba 2 wesentlich schneller geworden ist.
Artikel aus der IT Week vom 14.10.2003:
"Samba 3 ist schneller als Windows 2003 von Roger Howorth
Das letzte Samba Release zeigt Windows die rote Laterne bei den Datei- und Druckdiensten
Test der IT Week Labs zeigt, daß die letzte Version des Open-Source Datei- und Druckserverdienstes Samba den Abstand in der Performance zu der kommerziellen Alternative Windows vergößert hat.
Samba ist eine Open-Source Implementierung des Common Internet File System (CIFS) Protokolls, das für die gemeinsame Datei- und Druckerbenutzung von PC's mit Microsoft Windows eingesetzt wird. Samba Version 3, das im September 2003 freigegeben wurde, ist das lange erwartete Upgrade, das wichtige neue Funktionen mitbringt, darunter die im besonderem Maße die Kompatibilität mit dem Microsoft Active Directory. Version 3 kann Benutzer eines bestehenden Active Directory authentifizieren.
Die letzten Benchmark Ergebnisse zeigten einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Version 2, welche etwa doppelt so schnell arbeitete wie ein Windows 2000 Server, als sie von IT Weeks Lab im letzten Jahr getestet wurde. Insgesamt ist sie nun 2.5 mal schneller als der Windows 2003 Server.
In Sachen Skalierbarkeit ist der Gewinn des Upgrades auf Samba 3 sehr bemerkenswert. Letztes Jahr fanden wir heraus, daß Samba etwa vier mal so viele Clients bedienen kann wie Windows 2000, bevor die Performance darunter zu leiden beginnt. Dieses Jahr mussten wir unser Test Netzwerk ausbauen, um den Punkt an dem die Samba Performance nachgab zu messen.
IT Manager sagen, daß die bessere Performance von Samba bedeutet, daß sie günstigere Server einsetzen können, als dies mit Windows möglich wäre. Und wenn sie Samba in einer kompletten Open-Soure Umgebug laufen lassen, wie zum Beispiel Linux, können sie die Kosten der Windows Server Lizenzen einsparen. Samba ist für alle kommerziellen Unix Derivate, wie IBM AIX, HP-UX und Solaris, kostenlos erhältlich. Ebenso ist es in verschiedenen Versionen für Linux, Novell Netware und VMS erhätlich.
Das IT Week Labs benutzte den Ziff-Davis NetBench Fileserver Benchmark mit 48 Client Rechnern. Wir haben eine niedrige aber trotzdem moderne Serveranforderung für unsere Tests. Wir bentzten den HP ProLiant BL 10 eClass Server mit einem Pentium III 900 MHz Prozessor, einer einzelnen 40 GB ATA Festplatte und 512 MB Speicher. Wir haben beide die Software nicht auf Geschwindigkeit abgestimmt.
Jeder NetBench Client Rechner generiert eine kostante Anzahl an Datei Anforderungen an den Server während des Tests, wobei in realen Szenarios viele Benutzer für längere Zeiten keine Anforderungen an den Server schicken. Als Konsequenz simulierte unsere Test Umgebung die Last von etwa 500 Client Rechnern in einer typischen Produktionsumgebung."
Übersetzt von Christoph Saam
Originaltext: IT Week